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All things we do are in vain, we just fail to see. some day we'll die yet the world won't start yearning...

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Depressives Denken

//Mal wieder ist mir ein deutlich älterer Text in die Hände gefallen.

Das Sprichwort sagt, daß sich der Mann an alles gewöhnt,
doch durch Tragen einer Brille wurd kein Bild jeh verschönt.
Eine Welt gefüllt mit Schreien, denn je kleiner der Grund,
Desto lauter bebt die Zunge im geöffneten Mund.
Und es scheint als wär die Kirche auf was eignes erpicht,
Wenn sie meiner schwarzen Seele die Erlösung verspricht.

All die Ziele meines Lebens sind nicht bloß Utopie
Doch die wirklich großen Träume die erreiche ich nie.
Wofür es sich lohnt zu leben hab ich niemals gerafft,
Und die Fesseln zu sprengen, dafür fehlt mir die Kraft.
Für die Schönheit dieser Welt habe ich keinen Blick,
Trotzdem lebe ich fort und knüpf mir meinen Strick,
Welcher mich am Leben hält,
Und zugleich auch erdrückt,
Normale Bürger der Welt
Erklärten mich für verrückt.

Doch was an Hoffnung die Gesellschaft mir gegeben hat,
Reicht höchstenfalls zum Resignieren wie bei jedem Matt.
So versuch ich zu verstehen, was ein Leben bringt,
In dem vom einen Tag zum andren nur die Zeit verrinnt,
In dem der Mühlstein der Entwicklung meine Knochen reibt,
Während der Sumpf dieser Menschheit sich mich einverleibt.
Die Entwicklung ist klar,
Alles führt mich dorthin,
Meine Befürchtungen wahr,
Die Existenz verliert Sinn.

Energie die ich zum Leben und zum Streben brauch
Wird zu einem Häufchen Asche und nem Wölkchen Rauch,
Lässt mich einfach so zurück, in dem stillen Gebet,
Daß die Phase dieses Daseins letztlich endlich vergeht.
Und was bleibt ist noch die Hoffnung, daß es jemand was bringt,
Wenn den Bach der meiner selbst ist dann das Meer verschlingt.
7.8.07 23:40


Tagebuch

Ganz am Anfang geht es drum,
Alles zu berichten,
Sämtliche Geschichten,
Seien sie auch noch so dumm.

Wenn man so viel niederschreibt,
Wird auch bald erkannt:
Viel ist reduntant
Was der Mensch im Alltag treibt.

Also weicht der Firlefanz
immer mehr, und mehr
Tage bleiben leer.
Ihnen fehlt besond'rer Glanz.
6.8.07 16:28


Abschiedsbrief

Schwarzer Nebel hüllt mich ein,
Ich versink' in Trauer
-Nein, das ist kein guter Reim,
Ich müsst schreiben Dauer.

Wie wärs mit "mein Herz speit Blut,
Und die Engel singen"
-Ach, mir fällt nichts ein als Glut,
Das kann ich nicht bringen.

Sag Ade du schöne Welt,
Ich verlass mein Leben
-Argh, da wett ich fast um Geld,
Das hat's schon gegeben.

Also gut, ich sterbe still,
-Hmpf, hier fehlt das Leiden!
Dass ein Leser lacht dass will
Ich gar sehr vermeiden.

Ab heut trägt mein Kopf ein Loch,
Weil ich niemand kannte
-Mißt, das passt nicht, hatt' ich doch
Freunde und Verwandte.

An die Leser dies' Berichts,
Bald werd ich vermodern
-Kruzifix, passt hier denn nichts
Außer schnödem Lodern?!

Frei von Menschheit und Moral,
Ganz allein gelassen
-Wenigstens ein EINZ'GES MAL
KÖNNT' DA DOCH WAS PASSEN!!
3.8.07 00:17


Spontankoma

Ja, es stimmt, es war zehn vor,
Da stand ich schon hier.
Wie sich nur die Zeit verlor,
Nun ist es punkt vier.

Ganz verlaufen tief in mir
Merkte ich es nicht,
Ausdruckslos wie Kriechgetier,
Starrte mein Gesicht.

Eine and're Denkensschicht
Bot sich für mich dar.
Unempfänglich für das Licht
War mein Okular.

Ja, es war echt sonderbar,
Wie ich dort versank.
Doch ich wurde wieder klar,
Sprach zum Himmel Dank.

Und es traf mich wie ein Schrank,
Voller schwerer Last.
Ich hab, weil ich so versank,
Meinen Zug verpasst.
31.7.07 23:27


Bahnbegegnungen: Karnevalisten

Wenn so'n ganz normaler Mann,
ist es grade Karneval,
sich benimmt als hätt' er'n Knall,
zieht mich das nicht sehr in Bann.

Wenn er dann, als würd's nicht reichen,
Gleichgepolte bei sich hat,
bin ich ihn schon mehr als satt,
diesen Lauf der Schnappesleichen.

Jedes mal denke ich dann,
Fasching könnt man echt mal streichen.
29.7.07 23:27


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